
Pans Truls
Der erste anerkannte Norwegische Waldkater 1977.Die Geschichte der Norwegischen Waldkatze: (Quelle: Wikipedia)
In norwegischen Märchen findet man oft den Hinweis auf koboldhaft wirkende Zauber- oder Trollkatzen (norwegisch: Trolldom = Zauber) mit langen buschigen Schwänzen. Man kann annehmen, dass aus Mitteleuropa eingewanderte Kurzhaarkatzen sich im Laufe der Jahre dem rauen Klima Skandinaviens anpassten und dieser Evolutionsprozess durch die isolierte Lage der norwegischen Wald- und Fjordbauernhöfe noch gefördert wurde. Aufgrund des Klimas in Norwegen war diese Anpassung an schroffe Gebirge, tiefe Wälder, unzählige Fjorde und ein Land mit riesigen Eisfeldern nördlich des Polarkreises auch dringend erforderlich.
Daher entwickelte diese Trollkatze eine dichte Unterwolle zum Schutz gegen eisige Kälte und ein glattes, leicht fettiges und dadurch wasserabstoßendes Deckhaar, um Regen und Schnee abzuhalten. Relativ große Tatzen mit Haarbüscheln zwischen den Ballen ermöglichen dieser Katze das Laufen über Schneedecken.
Erstmals
wurden 1930 Zuchtprogramme aufgestellt, 1938 war dann die Norwegische Waldkatze
erstmals auf einer Osloer Ausstellung zu sehen. Anfang der 70er Jahre erfolgte
ein zweiter Anlauf für die Züchtung der Norwegischen Waldkatze. Im September
1972 erhielt die Norwegische Waldkatze schließlich einen vorläufigen
Standard, sie wurde von den norwegischen Vereinen zum ersten Mal als eigenständige
Rasse akzeptiert und sie wurde 1972 sogar als Norwegische Nationalkatze anerkannt.
Die Bezeichnung "Norsk Skogkatt" wurde damit offiziell. Die ersten Zuchtkatzen
wurden 1975 bei der FIFe registriert, erst 1977 erhielt die erste Norwegische
Waldkatze, Pans Truls, ein Kater im Alter von 3 Jahren, vollen Zertifikatsstatus
bei der FIFe. Auch in anderen Ländern Europas erregte "die Katze, die
aus den Wäldern kam" Interesse. Nach Anerkennung durch die FIFe waren
aber vorerst nur Katzen ab der vierten Generation für den Export zugelassen.
Seit den 80er Jahren erfreut sich die Norwegische Waldkatze in ganz Europa und
auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit.
Allgemein Gesamteindruck: schwerer, kräftiger Körperbau, tiefe Flanken, breite Brust, starker Knochenbau, hochbeinig, lang und geschmeidig. Größe: groß
Kopf Form: dreieckig mit gleichlangen Seiten, langes, gerades Profil ohne Break. Stirn: flach. Gesicht: mittellang, Nase lang und gerade. Kinn: kräftig
Ohren Form: mittelgroß bis groß, mit guter Breite an der Basis, Luchspinsel erwünscht, Haarbüschel in den Ohren. Plazierung: hoch und offen, eine Linie zwischen Ohrspitze über die Backen zum Kinn
Augen Form: groß, offen, leicht mandelförmig, schräg angesetzt, mit wachsamem Ausdruck. Farbe: alle Farben
Körper Struktur: lang mit kräftigem Knochenbau. Beine und Pfoten: hochbeinig, Hinterbeine höher als Vorderbeine, Pfote rund, fest, Haarbüschel und Schwimmhäute zwischen den Zehen, Vorderpfoten auswärts gedreht
Schwanz: lang, buschig, soll bis zum Nacken reichen
Fell Struktur: halblang, wolliges Unterfell mit wasserabstoßenden Deckhaaren über Rücken und Flanken, Latz und Halskrause vorn und Hosen an den Hinterbeinen bei vollentwickelten Katzen. Farbe: Schwarz, Blau, Rot, Creme, mit und ohne Agouti, Weißscheckung, Silber, Weiß
Fehler: Fehlende Größe. Runder oder viereckiger Kopf, Profil mit Break, zu kleine Ohren. Zu feiner, leichter und zu kurzer, gedrungener Körperbau. Kurze Beine, kurzer Schwanz. Trockenes oder filziges Fell.Im Vergleich zur Europäischen Hauskatze ist die ursprüngliche Norweger sehr groß, meist getigert oder schwarz - mit und ohne weiß - typisch mit weißen Handschuhen. In den nordischen Wäldern finden sich vor allem getigerte Norweger-Katzen, an den grauen Felsenküsten sind die Norweger-Katzen häufiger von schwarzer Fellfarbe mit und ohne Weiß-Anteil. Es gibt die Norwegische Waldkatze aber in allen Hauskatzenfarben.
Die Norwegische Waldkatze hat einen langgestreckten Körper und hohe Beine, im Gegensatz zur Maine-Coon und zur Sibirischen Katze sind ihre Hinterbeine höher als die Vorderbeine. Das Gesicht der typischen Norwegerkatze ist dreieckig, die Ohren sind hochplatziert, die Ohren sind innen mit starken Fellbüscheln versehen, oft tragen sie auch luchsartige Haarpinsel. Die sehr langen Schnurrhaare unterstreichen die Dreiecksform des Gesichtes, die Halskrause soll gut entwickelt sein, an den Hinterbeinen trägt die Norweger Knickerbocker, siehe Standard. Der Schwanz ist lang und buschig. Die Nase trägt keinen Stopp, sie ist lang und - im Gegensatz zur Sibirischen Katze - vollkommen gerade, das Kinn ist kräftig. Die Norweger ist erst im Alter von 3 bis 4 Jahren ausgewachsen, dann erreicht sie ihre volle Größe.
Da Norweger nicht künstlich gezüchtet sind, sondern sich lange Zeit
natürlich entwickelten, haben sie fast keine der bei anderen, seit Jahrhunderten
gezüchteten, Rassen oftmals auftretenden Zucht-Probleme. Nach ca. 63 Tagen
Trächtigkeit bekommt die Norwegische Waldkatze in der Regel 4 bis 6 gesunde,
kräftige Jungtiere. Frühgeburten, lebensschwache Jungtiere, Totgeburten
und Geburtsstörungen, im Sinne von schweren Geburten, wie sie bei vielen,
seit langem gezüchteten, Rassekatzen häufig sind, treten eher selten
auf.